Bundesbeauftragter Koschyk besucht Wirtschaftsstiftung BANATIA und die Gemeinden Großsanktnikolaus und Tschanad

 

Ereignisreicher Tag des Bundesbeauftragten im Banat: Koschyk auch zu Besuch im Deutschen Forum in Großsanktnikolaus und beim Abendempfang der Landsmannschaft der Banater Schwaben im „Schwabenhaus".

 

Im Rahmen seines Besuchs im Banat hat sich der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, mit dem Banater Vereins für internationale Kooperation (BANATIA) zu einem Meinungs- und Informationsaustausch getroffen.

Im Vordergrund des Gesprächs standen sowohl die bisherige Entwicklung des Vereins sowie aktuelle Projektplanungen. In einem offenen Gedankenaustausch diskutierten die Mitarbeiter der BANATIA mit Bundesbeauftragtem Koschyk offen den Gedanken, einen möglichen Schwerpunkt des Vereins auf die Tourismuserschließung zu legen. Im Anschluss an dieses Gespräch wurde Bundesbeauftragter Koschyk in Großsanktnikolaus von Bürgermeister Danut Groza in seinem Rathaus empfangen. Begleitet wurde Bundesbeauftragter Koschyk u.a. vom Bundesvorsitzenden der Banater Schwaben, Peter-Dietmar Leber, und dem deutschen Vizekonsul Siegfried Geilhausen.

Einleitende Worte fand Bürgermeister Groza mit der positiven Entwicklung der Stadt. Großsanktnikolaus zeichnet sich durch ein gelungenes, freundliches Stadtbild aus und kann Vollbeschäftigung vorweisen. Bürgermeister Groza betonte dabei auch den positiven Einfluss der deutschen Minderheit, die sich auch durch die gute Verbindung zur Landsmannschaft, der Heimatsortsgemeinde und dem Städtepartner Burgkirchen an der Alz in Bayern auszeichnet. Im anschließenden Stadtrundgang hat Bürgermeister Groza Bundesbeauftragtem Koschyk das Zentrum der Stadt mit seinen Statuen und Kirchen vorgestellt. Koschyk bekam Einblicke in die älteste Kirche der Stadt, die serbisch-orthodoxe Kirche, außerdem in die römisch-katholische, wo ihm der katholische Priester Ando Attila zu einem informativen Rundgang einlud. Weiter ging es zur rumänisch-orthodoxen Kirche, wo die Delegation von Pfarrer Gheorghe Sutac empfangen wurde, abschließend weiter zur evangelischen und zur griechisch-katholischen Kirche.

Sichtlich beeindruckt von der Multireligiösität hatte Bundesbeauftragter Koschyk abschließend noch die Gelegenheit für einen Besuch des katholischen Friedhofs von Großsanktnikolaus mit der Grabstätte der Vorfahren von Bela Bartok und der Gefallenengrabstätte. Auch das Grab von Egon Brandenburg, der beim Fluchtversuch an der rumänisch-ungarischen Grenze im November 1989 ums Leben gekommen ist, ist im Großsanktnikolaus beigesetzt.

Weiterhin besuchte Koschyk das Deutsche Forum in Großsanktnikolaus. Die Sozialstation Großsanktnikolaus wurde 1994 eröffnet. Hier werden 20 Personen in ambulanter Pflege betreut, sie bekommen täglich eine warme Mahlzeit, die mit „Essen auf Rädern“ in ihr Heim geliefert wird. Die Sozialstation Großsanktnikolaus wird von Dietlinde Huhn koordiniert. Weiter unterstützt die Deutsche Abteilung intensiv die Förderung des deutschen Sprachunterrichts und der deutschen Kultur.  Im Gespräch mit Bundesbeauftragtem Koschyk betonten die anwesenden Schüler und Lehrer die damit verbundene positive Prägung und Identitätsentwicklung. Besonders herzlich berichtete eine rumänische Absolventin von der persönlichen Bereicherung die sie persönlich als „Rumänin mit deutscher Identität“ empfinde.

Abgerundet wurde das Programm des Beauftragten mit einem Besuch in Tschanad, das ca. 8 km von Großsanktnikolaus entfernt ist. In Tschanad wurde Bundesbeauftragter Koschyk vom deutschstämmigen Bürgermeister Nikolaus Craciun, dem katholischen, aus Bulgarien stammenden Pfarrer Petru Velciov und dem Vorstand der Heimatortsgemeinde Josef Lutz und Pauline Huschitt sowie dem Vorsitzenden des Vereins Valores, Johann Kerner, empfangen.

Der Altar der Kirche steht auf dem Sarkophag des Heiligen Gerhards, erster Bischof der Diozöse Tschanad, aus der dann die Diözese Temeswar hervorging.

Vor der Kirche steht ein Denkmal des Heiligen Gerhards sowie ein Gedenkstein für die 20.000 Deutschen, die in den letzten 250 Jahren in Tschanad gelebt haben.

Ausklang des Tages bildete die Zusammenkunft im „Schwabenhaus“ in Alexanderhausen mit Mitgliedern der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Mitgliedern des Bundesvorstands und großer Heimatsortsgemeinschaften der Landsmannschaften im Banat, die sich durch die Feierlichkeiten im Banat zusammengefunden haben. (Quelle: Link)

 

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Letztes Update:

15.05.2020